LOAD-ENCODE-AIKontakt
LOAD-ENCODE-AI
Film mit KI erzeugtMit KI erzeugt
Geplantes Verbundvorhaben · Projektskizze in Vorbereitung · Stand: 13.10.2026

Auslegen nach realer Nutzung

LOAD-ENCODE will Belastungsdaten aus Fahrzeugflotten so verdichten, dass Entwicklung und Erprobung ihre Auslegungs- und Testentscheidungen mit nachprüfbarer Herkunft treffen. Die Rohdaten bleiben dabei beim Dateninhaber.

Geplantes Verbundvorhaben zu domänenspezifischer KI für Auslegung und Absicherung landgebundener Fahrzeuge. Antragskoordination: Hochschule Esslingen.

Ihre Ansprechperson: Philip Döbler · philip.doebler@hs-esslingen.de

  • Data-Driven Engineering
  • AI-Native Fleet Intelligence
  • Decision Support System
  • Closed-Loop Engineering
  • Collective Intelligence
Geplantes Verbundvorhaben · Projektskizze in Vorbereitung · Stand: 13.10.2026

Auslegen nach realer Nutzung

LOAD-ENCODE will Belastungsdaten aus Fahrzeugflotten so verdichten, dass Entwicklung und Erprobung ihre Auslegungs- und Testentscheidungen mit nachprüfbarer Herkunft treffen. Die Rohdaten bleiben dabei beim Dateninhaber.

Geplantes Verbundvorhaben zu domänenspezifischer KI für Auslegung und Absicherung landgebundener Fahrzeuge. Antragskoordination: Hochschule Esslingen.

Ihre Ansprechperson: Philip Döbler · philip.doebler@hs-esslingen.de

  • Data-Driven Engineering
  • AI-Native Fleet Intelligence
  • Decision Support System
  • Closed-Loop Engineering
  • Collective Intelligence

Im geplanten Verbund

Wer dabei ist →
FKFS
Hochschule Esslingen
TROUT
TWT
Wodivity

Problem

Jede Auslegung ist ein Gleichgewicht aus Last und Belastbarkeit

Auslegungswaage: Links verschiebt der Kunde das Laufgewicht der Last; in der Schale steht ein Fahrzeug mit den Einflüssen Temperatur, Geschwindigkeit, Vibration und Kühlung. Rechts verschiebt der Sicherheitsfaktor das Laufgewicht der Belastbarkeit; in der Schale liegt eine Zugprobe mit Spannungs-Dehnungs-Kurve bis zum Bruch.
  • Kundelegt mit Fahrweise, Klima und Strecke die Last fest.
  • Sicherheitsfaktorüberbrückt die Unsicherheit zwischen Last und Belastbarkeit.
  • Laststreut von Kunde zu Kunde und ist beim Auslegen kaum bekannt.
  • Belastbarkeitvon Werkstoff und Bauteil ist im Labor gut prüfbar.

Annahme, die das Vorhaben prüft: Je genauer die Nutzung bekannt ist, desto kleiner kann die Reserve ausfallen.

Schema

Die Beanspruchung, die ein Bauteil in der Kundennutzung erfährt, muss mit Abstand unter dem bleiben, was Werkstoff und Bauteil ertragen (Li et al., 2024). Die Belastbarkeit lässt sich im Labor gut bestimmen. Die Last hängt dagegen von Fahrweise, Fahrzeug und Umgebung ab und ist beim Auslegen nur ungenau bekannt. Diese Unsicherheit deckt ein Sicherheitsfaktor ab.

Wer die Nutzung nicht genau kennt, muss den Sicherheitsfaktor groß wählen und legt das Bauteil schwerer und teurer aus als nötig. LOAD-ENCODE geht von der Annahme aus, dass der Zuschlag kleiner ausfallen kann, wenn die Nutzung genauer bekannt ist, und prüft diese Annahme an realen Fällen.

An Daten über die Nutzung fehlt es selten. Steuergeräte und Erprobung zählen jede Belastungsgröße heute aber meist für sich, etwa zu Rainflow-Matrizen. Dabei geht verloren, welche Lasten gemeinsam auftreten und in welcher Folge. Zudem liegen die Daten verteilt bei mehreren Inhabern, und seltene, auslegungsrelevante Kombinationen sind darin schwach besetzt.

Was die Literatur zu Reserven sagt

In einer Auswertung von Kundenkollektiven, die Steuergeräte selbst zählen, lagen rund 95 Prozent des Fahrbetriebs unter 130 km/h und zwischen −2 und 2 m/s²; Antriebe sind dennoch oft für seltene Spitzen ausgelegt (Mieth et al., 2022). In einem untersuchten Industriefall werden von 20 bis 30 Varianten eines Produkts drei bis vier gebaut und erprobt, und Zuverlässigkeitstests dauern Monate (Tahera et al., 2019). Eine bezifferte Einsparung durch kleinere Reserven nennt keine der zitierten Quellen; sie ist die Hypothese, die das Vorhaben prüft.

Simulierte WerteGleiche Einzelverteilungen, verschiedene Abhängigkeit: Eine getrennte Zählung je Größe sieht diesen Unterschied nicht.

Problem

Drei Fragen aus dem Entwicklungsalltag

Was eine genauer beschriebene Nutzung wert ist, zeigt sich an drei Fragen, die Entwicklung und Erprobung heute meist mit Erfahrung und pauschalem Zuschlag beantworten.

Data-Driven EngineeringDie Antworten sollen sich auf die gemessene Nutzung der Flotte stützen statt auf einen pauschalen Zuschlag.

Je Erprobungslinie wird eine dieser Fragen zur Aufgabe, an der das Vorhaben seinen Nutzen misst. Vorab wird festgelegt, woran der Vorteil an zurückgehaltenen realen Fällen gemessen wird und ab welchem Gewinn sich die Entscheidung ändert; bleibt der Gewinn aus, gilt das heutige Verfahren weiter.

Beispiel: So könnte eine Antwort aussehen

Ausgedachtes Beispiel, kein Ergebnis des Vorhabens.

Frage der Auslegung: „Welche Kühlleistung genügt dem gewählten Anteil unserer Kunden in jeder Nutzungsgruppe?“

Antwort: „Das Werkzeug Dimensionierung rechnet je Nutzungsgruppe mit dem Repräsentativkunden für den gewählten Anteil und gibt die Kühlleistung mit Vertrauensbereich aus. Ob der Sicherheitsfaktor kleiner ausfallen kann, entscheiden Sie.“

Nachweis: Datenbasis freigegebenes Teilprofil · geprüfte Modellversion · Unsicherheit als Intervall · gilt nur für erfasste Größen.

Welche Frage zählt in Ihrem Haus? Fachgespräch anfragen

Radardiagramm einer simulierten Flotte über sechs Größen: Geschwindigkeit, Kühllast, Schwingung, Klimatisierung, Zuladung und Steigung. Jede dünne Linie ist ein Fahrzeug; hervorgehoben ist der Repräsentativkunde für einen gewählten Anteil der Flotte, der auf jeder Achse weit außen liegt.
Fahrzeug der simulierten FlotteRepräsentativkunde für einen gewählten Anteil
Simulierte BeispielflotteSimulierte Beispielflotte: Jede Linie ist ein Fahrzeug; hervorgehoben ist der Repräsentativkunde für einen gewählten Anteil, berechnet aus der gemeinsamen Verteilung der Größen. Erzeugt mit dem Radarwerkzeug des Vorhabens; die Werte sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Messdaten.

Nutzungsgruppen und Varianten

„Welche Nutzungsgruppen gibt es in unserer Flotte, und welche Varianten brauchen wir dafür?“

Heute

Märkte werden oft nach Ländern und Klima eingeteilt, Varianten nach Erfahrung.

Künftig (Zielbild)

Gruppen ähnlicher Nutzung bilden sich aus den Datensätzen der Flotte, und jede Gruppe erhält einen synthetischen Repräsentativkunden. Ob daraus eine Variante wird, entscheidet weiter die Fachabteilung.

Auslegung für einen gewählten Anteil der Kunden

„Welche Auslegung genügt einem gewählten Anteil unserer Kunden?“

Heute

Wer jede Größe für sich auf ein hohes Perzentil setzt, legt für einen Kunden aus, der in allen Größen zugleich kaum vorkommt.

Künftig (Zielbild)

Ein Fachwerkzeug rechnet mit einem Repräsentativkunden für das gewählte Perzentil, in dem die Kopplung der Größen erhalten bleibt, und nennt den Wert mit Vertrauensbereich.

Belastungskombinationen ohne Testabdeckung

„Welche Belastungskombinationen deckt unser Test noch nicht ab?“

Heute

Testprofile entstehen aus Standardzyklen und Erfahrung; welche realen Kombinationen sie abdecken, bleibt offen.

Künftig (Zielbild)

Das Testprogramm wird gegen die Betriebspunkte der Flotte geprüft, und fehlende Kombinationen werden als Testfall vorgeschlagen.

Lösung

Der Weg der Daten

Die Kette beginnt dort, wo die Daten entstehen, und endet bei der Entscheidung des Anwenders. Zwischen den Stationen liegen Vertrauensgrenzen, die nur freigegebene Profile überschreiten.

Closed-Loop EngineeringWas die Flotte im Betrieb erlebt, soll als Profil in Auslegung und Erprobung der nächsten Fahrzeuggeneration zurückfließen.

IM FAHRZEUG ODER BEIM DATENINHABERStation 1AUF DEM FIRMENSERVERStation 2BEIM ANWENDERStation 3offenes ProfilNetz lerntWerkzeuge rechnenfreigegebenesTeilprofilAgent erklärtEntscheidungHerkunft · Version · Unsicherheit · Gültigkeitsgrenze
IM FAHRZEUG ODER BEIM DATENINHABERAUF DEM FIRMENSERVERBEIM ANWENDERoffenes ProfilNetz lerntWerkzeugerechnenfreigegebenes TeilprofilAgent erklärtEntscheidungHerkunft · Version · Unsicherheit · Gültigkeitsgrenze

Im Fahrzeug oder beim Dateninhaber

Wo Daten das Fahrzeug nicht verlassen dürfen oder können, wird im Fahrzeug verdichtet, sonst beim Dateninhaber, bei dem die Rohdaten über vorhandene Telemetrie schon vorliegen. Die Nutzung wird nach einer vorgegebenen Baumstruktur zu einem Datensatz je Fahrzeug verdichtet; trainiert wird dabei nicht. Das Vorhaben nutzt vorhandene Telemetrie und entwickelt keine eigene.

Auf dem Firmenserver

Auf dem Server des Dateninhabers ist jedes Fahrzeug ein Datensatz mit Herkunft und Revision; viele Datensätze bilden das Flottenmodell. Aus ihm entstehen Belastungen für Simulation und Prüfstand: ein synthetischer, repräsentativer Kunde für ein gewähltes Perzentil, Repräsentativkunden je Gruppe ähnlicher Nutzung und Testprofile aus realen Betriebspunkten.

Beim Anwender

Über eine weitere Vertrauensgrenze erhält der Anwender nur ein Teilprofil nach Need-to-know. Damit trifft er seine Auslegungs- oder Testentscheidung in den gewohnten Werkzeugen, und jede Antwort nennt Herkunft, Version, Unsicherheit und Gültigkeitsgrenze.

SchemaDer Weg der Daten: Rohdaten bleiben beim Dateninhaber; über die Vertrauensgrenzen gehen nur freigegebene Profile. Schema der geplanten Architektur.
In welchen Stufen erprobt wird

Erprobt werden soll zuerst mit vorhandenen Zeitreihen beim Dateninhaber, dann in einer Messkampagne, in der Steuergeräte die Datensätze erstmals selbst berechnen und die Rohdaten zum Vergleich parallel aufgezeichnet werden, zuletzt im seriennahen Einsatz über vorhandene Telemetrie. Ob das Steuergerät den Datensatz vollständig berechnen kann, ist Teil der ersten Forschungsfrage. Erprobt werden soll die Kette an einem zivilen Straßenfahrzeug und an einem landgebundenen Sonderfahrzeug. Eine Serienfreigabe folgt erst nach dem Vorhaben.

Lösung

Wie die KI arbeiten soll

Das Netz soll lernen, die Werkzeuge sollen rechnen, der Agent soll erklären.

AI-Native Fleet IntelligenceSchon der Datensatz je Fahrzeug soll so gebaut sein, dass eine KI auf ihm lernen kann; aus vielen Datensätzen soll das Flottenmodell entstehen.

Decision Support SystemDie Kette soll Auslegungs- und Testentscheidungen vorbereiten, mit Datenbasis, Modellversion und Unsicherheit. Die Entscheidung treffen Ihre Fachleute.

Netz soll lernen

Lernen auf dem Flottenmodell

Ein graphbasiertes neuronales Netz soll aus den Datensätzen der Flotte lernen, welche Fahrzeuge ähnlich genutzt werden. Es soll fehlende Profilteile ergänzen und Belastungskombinationen markieren, die kein Test abdeckt. Seine Ergebnisse sollen als Eingänge in die Fachwerkzeuge gehen.

Werkzeuge sollen rechnen

Rechnen in geprüften Fachwerkzeugen

Geprüfte Fachwerkzeuge sollen die Zahl rechnen, auf die es in der Entscheidung ankommt. Ein Generator soll Belastungen für die gewählte Kundengruppe erzeugen, und ein vortrainiertes Basismodell des Antriebsstrangs soll sie in die Beanspruchung der Bauteile übersetzen. Außerhalb ihrer Gültigkeitsgrenze sollen die Werkzeuge keine Zahl ausgeben.

Agent soll erklären

Erklären in den Werkzeugen der Anwender

Ein vorhandener Agent auf Basis großer Sprachmodelle soll die Frage aufnehmen, die Fachwerkzeuge aufrufen und das Ergebnis erklären. Er soll nicht selbst rechnen; jede Zahl seiner Erklärung soll mit der Rückgabe des Werkzeugs abgeglichen werden. Sprachmodelle entwickelt das Vorhaben nicht.

Ablauf zeigenFrage außerhalb der Gültigkeit
Ausgedachtes Beispiel
Frage der Auslegung

„Welche Kühlleistung genügt dem gewählten Anteil unserer Kunden in jeder Nutzungsgruppe?“

Antwort

Das Werkzeug Dimensionierung rechnet je Nutzungsgruppe mit dem Repräsentativkunden für den gewählten Anteil und gibt die Kühlleistung mit Vertrauensbereich aus. Ob der Zuschlag kleiner werden kann, entscheiden Sie.

Wert mit Vertrauensbereich, übernommen aus dem Werkzeug
Nachweis: Datenbasis freigegebenes Teilprofil · geprüfte Modellversion · Unsicherheit als Intervall · gilt nur für erfasste Größen
SchemaGeplante Arbeitsteilung: Das Netz soll lernen, die Werkzeuge sollen rechnen, der Agent soll erklären. Schema der geplanten Architektur.

So soll eine Anfrage ablaufen

  1. Die Frage der Fachabteilung geht an den Agenten.
  2. Der Agent ruft das Fachwerkzeug auf.
  3. Das Netz liefert Nutzungsgruppen und ergänzte Profilteile als Eingänge.
  4. Das Werkzeug rechnet den Wert mit Intervall.
  5. Der Agent übernimmt den Wert in seine Antwort und erklärt ihn.
  6. Eine Prüfung gleicht Zahl, Einheit und Grenze mit der Rückgabe des Werkzeugs ab.
  7. Die Antwort nennt Datenbasis, Modellversion, Unsicherheit und Gültigkeitsgrenze.

Was neu ist

Einzelne Bausteine sind in der Literatur beschrieben: Copula-Modelle für Belastungskollektive, graphbasierte Netze als Ersatzmodelle in der Auslegung und Sprachmodelle, die Datenbanken abfragen oder mit Graphmodellen gekoppelt sind. Ein Verfahren, das die gemeinsame Abhängigkeit mehrerer Größen aus Flottenlastdaten im Steuergerät fortschreibt, über Dateninhaber hinweg zusammenführt und an einer benannten Auslegungs- oder Testentscheidung prüft, haben wir in der Literatur nicht gefunden. Diese Verbindung ist Gegenstand des Vorhabens.

Was offen ist

Ob die Kette diesen Nutzen bringt, ist offen. Vier Forschungsfragen prüfen je ein Glied gegen faire, einfache Vergleichsverfahren:

Forschungsfrage 1
Welche Information über gemeinsame Extremwerte und die Abfolge der Betriebszustände muss der Datensatz erhalten, damit die Auslegungsgröße stimmt, und gelingt das auch, wenn das Steuergerät ihn berechnet?

Verglichen werden soll unter anderem mit Klassiermatrizen je Kanal und mit einem vortrainierten Zeitreihenmodell ohne Nachtraining. Ohne belastbaren Gewinn gilt der einfache Generator mit Gültigkeitsgrenze.

Forschungsfrage 2
Lernt das Netz mehr als einfache Modelle aus derselben Information?

Ohne Gewinn sollen die Werkzeuge mit einem einfachen Parametervektor weiterrechnen.

Forschungsfrage 3
Trifft die Kette die vorab benannte Größe so viel besser, dass sich die Entscheidung ändert und Zeit, Prüfaufwand oder Fehlerrisiko sinken?

Gemessen werden soll auch ohne Netz und Agent. Der Agent mit Fachwerkzeugen soll gegen denselben Agenten ohne sie, gegen den direkten Werkzeugaufruf und gegen den heutigen Ablauf antreten. Ohne Gewinn bleibt der heutige Ablauf.

Forschungsfrage 4
Welcher Teil der Kette übersteht den Wechsel zwischen den Erprobungslinien?

Fehlt ein gemeinsamer Kern, bleiben lokale Bausteine mit belegter Grenze der Übertragbarkeit.

Ein negativer Befund ist ein gültiges Ergebnis; dann bleibt das einfachere Verfahren.

Methodik im Detail →

Regeln

Daten, Rechte und Vertraulichkeit

Rohdaten bleiben beim Dateninhaber, und einen zentralen Rohdatenpool gibt es nicht. Zum Anwender gelangen nur freigegebene Teilprofile; vor jeder Freigabe prüft der Dateninhaber Rechte, Schutzbedarf und Rückschlussrisiken. Die vereinbarten Nutzungsregeln setzen technische Konnektoren durch.

Collective IntelligenceDas Vorhaben untersucht, wie Modelle mehrerer Dateninhaber zusammenwirken können, ohne dass einer seine Rohdaten abgibt.

Kompakte Parameter sind nicht automatisch anonym. Schon die Statistik eines Bremspedalsignals kann Fahrer erkennbar machen (Enev et al., 2016). Das Vorhaben behandelt die Datensätze deshalb als pseudonyme Daten und prüft sie vor jeder Freigabe mit gezielten Angriffstests.

Die Zusammenarbeit im Verbund regelt eine Kooperationsvereinbarung, deren Grundzüge der Fördergeber vor der Förderentscheidung verlangt. Nach den Vorgaben des Fördergebers gehören Ergebnisse dem Partner, bei dem sie entstehen, und die Verbundpartner räumen einander für die Projektarbeit unentgeltliche Nutzungsrechte ein. Wettbewerbsspezifische Daten und Modelle der Partner bleiben getrennt.

Das Vorhaben plant, Kernbausteine wie das Profilschema, Referenzcode und synthetische Referenzdaten offen zu veröffentlichen; Rechte, Lizenz und Pflege werden je Ergebnis festgelegt.

Einzelfragen zu Daten und Rechten besprechen wir im Fachgespräch.

DateninhaberFirmenserverAnwenderAst eines FahrzeugsFlottenmodellfreigegebener Astüber jede Grenze nur ein freigegebenes Profil
SchemaWas darf welche Grenze passieren? Jede Weitergabe ist eine Freigabe des Dateninhabers. Schema.

Partner

Wer dabei ist

LOAD-ENCODE soll Unternehmen, die Auslegungs- und Testentscheidungen verantworten oder dafür Werkzeuge und Daten bereitstellen, mit Forschung zu Statistik, Fahrzeugtechnik und KI zusammenbringen. Die Hochschule Esslingen koordiniert den Antrag. Bis zur Einreichung am 1. November 2026 spricht das Antragsteam mit Unternehmen über ihre Rolle im Vorhaben. 5 Organisationen sind fest eingeplant; mit 22 weiteren laufen Gespräche.

FKFS
Hochschule Esslingen
TROUT
TWT
Wodivity

Ihre Rolle fehlt? So wirken Sie mit →

Organisationen im geplanten Verbund
LogoOrganisationRolle im VerbundBeteiligung
FKFS
FKFSModellerstellung und FahrzeugmodelleVerbundpartner
Hochschule Esslingen
Hochschule EsslingenAntragskoordination, Statistik und domänenspezifische KIVerbundpartner
TROUT
TROUTDatenlogger und Verdichtung an BordVerbundpartner
TWT
TWTAnforderungen aus NutzungsdatenVerbundpartner
Wodivity
WodivityAdapter zwischen Formaten und WerkzeugenVerbundpartner
AkkodisDatenpipeline und TestintegrationVerbundpartner
BAAINBwBedarfsträger und Standardisierungassoziierter Partner
Daimler TruckDemonstrator Logistik- und TrägerfahrzeugeVerbundpartner
e-mobil BWTransfer in KMU und Start-upsassoziierter Partner
FAU, Open-Source-Professuroffene Datenpipeline und Open SourceForschungspartner
Hitachi RailÜbertragung auf SchienenfahrzeugeVerbundpartner
let's devMulti-Agenten-SystemeReserve
Mercedes-AMGziviler HauptdemonstratorVerbundpartner
prostep ivipStandards, Industrie- und BreitentransferVerbundpartner
Spleenlabeingebettete KI im unbemannten LandfahrzeugKandidat
Universität Stuttgart, IFSphysik- und strukturinformierte ModelleForschungspartner
Airbus Defence and SpaceTransfer in die LuftfahrtBeirat
AirRobotTransfer auf kleine unbemannte LuftfahrzeugeTransferpartner
ARX RoboticsFelddaten unbemannter LandfahrzeugeKandidat
ASAMMessdatenformateVerbundpartner
BertrandtSoftware- und SystemintegrationKandidat
Diehl DefenceQualifikation langlebiger SystemeReserve
EDIDaten- und Wissensbrücke zur EntwicklungKandidat
Helsing / Grob AircraftTransfer und Erprobungassoziierter Partner
KNDS DeutschlandDemonstrator KettenfahrzeugeKandidat
Mercedes-BenzKoordination, ziviler DemonstratorVerbundpartner
tracetronicAgentenadapter und TestautomatisierungVerbundpartner

Team

Prof. Dr.-Ing. Michael Auerbach
Projektleitung
Hochschule Esslingen
Dr.-Ing. Tim Martini
wissenschaftliche Leitung
Hochschule Esslingen
Prof. Dr. rer. nat. Gabriele Gühring
statistische Methodik
Hochschule Esslingen
Prof. Dr. David Wichmann
KI-Methodik
Hochschule Esslingen
Philip Döbler
wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ansprechperson für Unternehmen
Hochschule Esslingen
Sebastian Körner
wissenschaftlicher Mitarbeiter
Hochschule Esslingen
Prof. Dr.-Ing. André Casal Kulzer
Antriebs- und Komponentenmodelle
Universität Stuttgart, FKFS
Dr.-Ing. Michael Grill
Antriebs- und Komponentenmodelle
FKFS

Vorarbeiten

Die Hochschule Esslingen bringt Vorarbeiten aus industriell geförderten Vorhaben der Jahre 2021 bis 2025 ein, die Simulation und Versuch für Entwicklung, Absicherung und Kalibrierung von Triebstrang-Betriebsstrategien verbinden. In der zugehörigen Dissertation von Tim Martini (Universität Stuttgart, 2026) wurden 2.900 Kilometer Serienbetrieb durch 189 Fahrten abgebildet und ausgewählte simulierte Eigenschaften im Straßenversuch bestätigt.

Diese Arbeiten belegen die Aufbereitung realer Betriebsdaten mit Markov-Verfahren und deren Validierung; die gemeinsame Verteilung mehrerer Größen, das Lernen auf den Datensätzen und der Nachweis einer besseren Entscheidung sind im Vorhaben zu erbringen. Die Abbildungen der simulierten Beispielflotte auf dieser Seite stammen aus einem eigenen Visualisierungswerkzeug.

20212026virtuelleAbsicherung vonSteuergerätenNachbildung desFahrbetriebsautomatisierteAuswertung undNachbildung vonFahrversuchenDissertation
VeröffentlichtVorarbeiten an der Hochschule Esslingen, 2021 bis 2026. Veröffentlicht.
  • VeröffentlichtMartini, T. (2026). Emulation der Straßenerprobung zur Parametrierung und Evaluierung kausaler regelbasierter Betriebsstrategien – ein datengetriebener Ansatz. Springer Vieweg. DOI 10.1007/978-3-658-52931-4
  • VeröffentlichtMartini, T.; Kempf, A.; Winke, F.; Auerbach, M.; Kulzer, A. C. (2025). Road Test Emulation: A Data-Driven Calibration Approach. SAE Technical Paper 2025-01-0521. DOI 10.4271/2025-01-0521

Mitwirken

Ihre Rolle im Verbund

LOAD-ENCODE will Belastungsdaten aus Fahrzeugflotten so verdichten, dass Auslegungs- und Testentscheidungen nachprüfbar werden; die Rohdaten bleiben beim Dateninhaber. Von vorn lesen ↑

Fahrzeughersteller

Ihre Frage heute
Welche Reserve braucht dieses Bauteil für die Kunden, die es tatsächlich nutzen?
Sie bringen ein
Eine reale Auslegungs- oder Testentscheidung, an der sich der Nutzen messen lässt, eine benannte Fachperson und Zugang zu Daten und Erprobungsumgebung nach Ihren Regeln.
Sie nehmen mit (Zielbild)
Auslegung und Absicherung aus einem Flottenmodell, mit Repräsentativkunden für gewählte Anteile, Testprofilen aus realen Betriebspunkten und begründeten Sicherheitsfaktoren.
Ihre Station auf dem Datenweg
Fahrzeug und Anwendung: Ihre Flotte liefert die Profile, Ihre Fachabteilung stellt die Frage an das Flottenmodell.
Form der Beteiligung
Verbundpartner oder assoziierter Partner; welche Form nach der Einreichung offensteht, klären wir mit dem Projektträger.
Fachgespräch zu dieser Rolle anfragen

Hersteller von Messdatenerfassungssystemen

Ihre Frage heute
Welche Größen und welche Verdichtung braucht ein Profil, das direkt aus unserer Datenerfassung entsteht?
Sie bringen ein
Erfahrung mit der Erfassung von Belastungsdaten im Fahrzeug und die Anbindung der Datenerfassung an das Profil beim Dateninhaber.
Sie nehmen mit (Zielbild)
Frühen Einblick, welche Größen das Profil braucht, und ein Profil, das an Ihre Datenerfassung anschließt.
Ihre Station auf dem Datenweg
Im Fahrzeug: Dort entsteht aus Ihrer Datenerfassung der kleine Ast, das Profil eines Fahrzeugs.
Form der Beteiligung
Verbundpartner oder assoziierter Partner; welche Form nach der Einreichung offensteht, klären wir mit dem Projektträger.
Fachgespräch zu dieser Rolle anfragen

Experten für Datenverarbeitung und Datenräume

Ihre Frage heute
Wie tauschen Unternehmen Nutzungsprofile aus, ohne Rohdaten herauszugeben?
Sie bringen ein
Datenaufbereitung und Integration beim Dateninhaber sowie den geregelten Austausch freigegebener Profile.
Sie nehmen mit (Zielbild)
Anforderungen als vergleichbare, strukturierte Nutzungsdaten und Erfahrung mit einem Profil, das an bestehende Standards anschließt.
Ihre Station auf dem Datenweg
An den Grenzen: zwischen Fahrzeug, Firmenserver und Anwender, wo Profile geprüft und freigegeben werden.
Form der Beteiligung
Verbundpartner oder assoziierter Partner; welche Form nach der Einreichung offensteht, klären wir mit dem Projektträger.
Fachgespräch zu dieser Rolle anfragen

Ingenieurdienstleister

Ihre Frage heute
Wie begründen wir Lastannahmen für Kunden, deren Flottendaten wir nicht sehen?
Sie bringen ein
Erfahrung aus Auslegung, Erprobung und Simulation im Auftrag von Herstellern und einen Anwendungskontext für die Fachwerkzeuge.
Sie nehmen mit (Zielbild)
Fachwerkzeuge, die mit vergleichbaren Nutzungsdaten rechnen, und frühen Einblick in die Anforderungen der Hersteller.
Ihre Station auf dem Datenweg
Anwendung: Sie rechnen mit freigegebenen Teilprofilen in Ihren eigenen Werkzeugen.
Form der Beteiligung
Verbundpartner oder assoziierter Partner; welche Form nach der Einreichung offensteht, klären wir mit dem Projektträger.
Fachgespräch zu dieser Rolle anfragen

Verbände und Behörden

Ihre Frage heute
Wie wird aus verstreuten Nutzungsdaten eine Beschreibung, die die Branche gemeinsam verwenden kann?
Sie bringen ein
Verbreitung in der Branche, Anschluss an bestehende Standards und Regelwerke und die Vermittlung von Pilotanwendern.
Sie nehmen mit (Zielbild)
Ein Profil, das an bestehende Standards anschließt, ohne eigenes Entwicklungsrisiko.
Ihre Station auf dem Datenweg
Über der ganzen Kette: Regeln, Austauschformat und Anschluss an bestehende Standards.
Form der Beteiligung
In der Regel assoziierter Partner oder Mitglied des Beirats.
Fachgespräch zu dieser Rolle anfragen

Warum der Zeitpunkt zählt

Das Förderverfahren hat zwei Stufen: Nach der Auswahl der Projektskizzen, voraussichtlich bis Februar 2027, folgt auf Aufforderung ein förmlicher Antrag. Bis zu diesem Antrag ist eine Beteiligung als Partner möglich; danach sieht die Förderrichtlinie eine Erweiterung erst für eine mögliche zweite Phase vor. Ein Fachgespräch dauert etwa 45 Minuten und verpflichtet zu nichts; eine Rolle schlagen wir erst danach vor.

Formen der Beteiligung

Verbundpartner

Verbundpartner arbeiten mit eigenem Arbeitsanteil im Vorhaben und erhalten eine eigene Zuwendung. Die Förderrichtlinie erwartet von Unternehmen substanzielle Beiträge, etwa die Verantwortung für ein Arbeitspaket, Daten oder Test- und Erprobungsumgebungen. Unternehmen tragen einen Eigenanteil.

Assoziierter Partner und Pilotanwender

Assoziierte Partner wirken ohne eigene Zuwendung mit, etwa mit Daten für die Validierung, einem Anwendungskontext oder dem Transfer in die Breite der Branche. Ihre Beteiligung dokumentiert eine formlose Absichtserklärung. Kleine und mittlere Unternehmen können sich als assoziierte Pilotanwender beteiligen.

Beirat

Die Förderrichtlinie verlangt einen Beirat, der paritätisch mit Wissenschaft und Wirtschaft besetzt ist und die Glieder der Wertschöpfungskette abdeckt. Er gibt dem Vorhaben Rückmeldung aus der Praxis und berät, ohne bindende Beschlüsse zu fassen.

Was wir erbitten und was bei Ihnen bleibt

Wir bitten um:
  • eine reale Auslegungs- oder Absicherungsentscheidung aus Ihrem Arbeitsalltag, an der sich der Nutzen messen lässt
  • eine benannte Fachperson
  • Zugang zu Daten und Testumgebung nach Ihren Regeln
  • die Bereitschaft, Profile und Prüfregeln vorwettbewerblich gemeinsam zu entwickeln
Bei Ihnen bleiben:
  • Ihre Rohdaten und Geschäftsgeheimnisse
  • Ihre wettbewerbsspezifischen Daten und Modelle
  • die Entscheidung über eine Beteiligung, auch nach dem Fachgespräch

So läuft eine Beteiligung ab

  1. Sie schreiben uns eine kurze Mail; die Vorlage hinter der Schaltfläche genügt.
  2. Wir vereinbaren ein Fachgespräch von etwa 45 Minuten. Vorab schicken wir eine kurze Einschätzung Ihrer heutigen Entscheidungssituation.
  3. Nach dem Gespräch schlagen wir eine Rolle vor.
  4. Passt die Rolle, dokumentiert eine Absichtserklärung Ihre Beteiligung; den Entwurf liefern wir.
  5. Fordert der Projektträger zum förmlichen Antrag auf, legen wir Aufgaben und Aufwand gemeinsam fest.
  6. Vor Projektbeginn regelt eine Kooperationsvereinbarung Rechte, Vertraulichkeit und Veröffentlichung.

Für assoziierte Partner und den Beirat genügen die Schritte 1 bis 4.

Fachgespräch anfragen

Kosten

Was eine Beteiligung kostet

Fachgespräch

Kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Assoziierter Partner und Pilotanwender

Keine Förderung und kein Eigenanteil. Ihre Arbeitszeit tragen Sie selbst.

Verbundpartner

Förderung der Projektkosten nach den Regeln der Richtlinie, für Unternehmen in der Regel bis zu 50 Prozent, für kleine und mittlere Unternehmen mit Zuschlägen. Den übrigen Teil tragen Sie als Eigenanteil.

Beiträge und Gebühren

Beiträge oder Gebühren an den Verbund gibt es nicht.

Den Aufwand bis zur Förderentscheidung trägt jede Organisation selbst; wird das Vorhaben nicht gefördert, entstehen aus einer Absichtserklärung keine Pflichten. Was eine Beteiligung für Ihr Unternehmen bedeutet, besprechen wir im Fachgespräch.

Förderverfahren und offizielle Unterlagen →

Ablauf und Termine

31.07.2026Förderrichtlinieveröffentlicht01.11.2026Frist fürProjektskizzenbis Februar 2027Auswahl der Skizzen,voraussichtlichab März 2027Aufforderung zum förmlichenAntrag, voraussichtlichfrühestens ab Mai 2027möglicherProjektbeginn
  • 31.07.2026: Förderrichtlinie veröffentlicht
  • 01.11.2026: Frist für Projektskizzen
  • bis Februar 2027: Auswahl der Skizzen, voraussichtlich
  • ab März 2027: Aufforderung zum förmlichen Antrag, voraussichtlich
  • frühestens ab Mai 2027: möglicher Projektbeginn

Die Termine nach dem 1. November 2026 nennt der Projektträger als voraussichtlich; ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Die erste Phase dauert bis zu drei Jahre. Nach etwa zwei Jahren bewertet der Fördergeber die Meilensteine und kann zu einer zweiten Phase von bis zu zwei Jahren auffordern.

Aktueller Stand · 13.10.2026

Die Projektskizze ist in Vorbereitung; die Frist endet am 1. November 2026. Wir sprechen mit Unternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen über eine mögliche Rolle im Vorhaben. Wer dabei ist, steht im Abschnitt Partner.

Das Förderverfahren auf einen Blick

Fördergeber
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Richtlinie
Leitprojekte für die Nutzung von KI in Wertschöpfungsketten: „Industrielle, domänenspezifische KI“, vom 15. Juli 2026, bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 31. Juli 2026
Projektträger
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Verfahren
zweistufig: zuerst eine gemeinsame Projektskizze, danach auf Aufforderung förmliche Förderanträge
Projektskizze
bis 1. November 2026, auf Deutsch, höchstens 20 Seiten, eingereicht vom vorgesehenen Verbundkoordinator über easy-Online
Auswahl und Antrag
Auswahl voraussichtlich bis Februar 2027, Aufforderung zum förmlichen Antrag voraussichtlich ab März 2027, Projektbeginn frühestens ab Mai 2027
Laufzeit
erste Phase bis zu drei Jahre; nach etwa zwei Jahren bewertet der Fördergeber die Meilensteine und kann eine zweite Phase von bis zu zwei Jahren anschließen
Umfang
laut Richtlinie in der Regel 10 bis 20 Millionen Euro Zuwendung je Verbundprojekt
Antragsberechtigt
Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Betriebsstätte in Deutschland; die Ergebnisse sind nur in Deutschland, dem EWR und der Schweiz nutzbar
Verbund
nur Verbünde mit substanzieller Industriebeteiligung; ein projektbegleitender Beirat aus Wissenschaft und Wirtschaft ist Pflicht; KMU sind als Verbundpartner oder assoziierte Pilotanwender erwünscht
Förderquote
für Unternehmen in der Regel bis zu 50 Prozent, mit Aufschlägen nach der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung; entschieden wird im Einzelfall (Kosten)
Rechtsanspruch
Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Offizielle Unterlagen

Fragen zum Verfahren beantwortet der Projektträger unter domaenenspezifische-KI@vdivde-it.de. Was eine Beteiligung an LOAD-ENCODE bedeutet, klären wir im Fachgespräch.

Häufige Fragen

Wer schon dabei ist, was eine Beteiligung kostet und welche Regeln gelten, steht offen in den Abschnitten Partner, Kosten und Regeln.

Ist das Vorhaben bewilligt?

Nein. LOAD-ENCODE ist ein geplantes Verbundvorhaben, dessen Projektskizze für die Förderrichtlinie des BMFTR vorbereitet wird; die Frist endet am 1. November 2026. Über die Auswahl entscheidet der Fördergeber voraussichtlich bis Februar 2027; ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Ist das nur Statistik mit einem KI-Etikett?

Nach dem Plan des Vorhabens verdichtet die Statistik die Daten, und die KI soll auf drei Ebenen darüber arbeiten. Ein graphbasiertes Netz lernt aus den Datensätzen der Flotte, geprüfte Fachwerkzeuge rechnen die Auslegungsgröße, und ein Agent erklärt das Ergebnis in den Werkzeugen der Anwender. Jede Ebene muss gegen ein einfaches Verfahren zeigen, dass sie etwas beiträgt; sonst bleibt das einfache Verfahren.

Ist das ein Chatbot auf Flottendaten?

Der geplante Agent soll Fragen aufnehmen und Ergebnisse erklären, aber nicht selbst rechnen. Jede Zahl stammt aus einem geprüften Fachwerkzeug mit festgelegten Ein- und Ausgaben, und jede Antwort nennt Herkunft, Version, Unsicherheit und Gültigkeitsgrenze. Eine Antwortprüfung gleicht jede Zahl der Erklärung mit der Rückgabe des Werkzeugs ab.

Lastkollektive gibt es seit Jahrzehnten. Was ist neu?

Das Vorhaben will die gemeinsame Abhängigkeit mehrerer Größen samt seltener gemeinsamer Extremwerte erhalten, im Fahrzeug oder beim Dateninhaber fortschreiben und über Dateninhaber hinweg nutzbar machen. Nach der Recherche des Antragsteams ist kein Verfahren beschrieben, das diese Verbindung an einer Auslegungsentscheidung prüft. Klassiermatrizen je Kanal sind die heutige Praxis und zugleich Vergleichsverfahren: Die neue Darstellung muss an derselben Aufgabe zeigen, dass sie mehr erhält. Ob ein Steuergerät die Abhängigkeit vollständig fortschreiben kann und ob sich Modelle mehrerer Dateninhaber geschützt zusammenführen lassen, ist offen; für beide Fälle ist ein Rückfall festgelegt.

Warum nicht selbst entwickeln?

Eine Eigenentwicklung ist möglich, denn die Einzelmethoden sind veröffentlicht und können in jedem Haus eingesetzt werden. Ein einzelnes Haus stößt an Grenzen, wo Nutzungsdaten bei mehreren Inhabern liegen und nicht zusammengeführt werden dürfen oder wo Zulieferer ohne Rohdaten arbeiten sollen. Darauf ist das Vorhaben angelegt; ob die Zusammenführung über mehrere Inhaber einen Vorteil bringt, prüft es. Wer nur die allgemeine Methode nutzen will, kann auf die Ergebnisse warten, die das Vorhaben offen veröffentlichen will.

Ist LOAD-ENCODE ein Produkt?

Nein. LOAD-ENCODE ist ein geplantes Verbundvorhaben. Es will Bausteine erarbeiten, an die vorhandene Test- und Simulationswerkzeuge über einen festen Aufrufvertrag und ein kompatibles Profil anschließen können. Neu gegenüber heutigen Verfahren soll die gemeinsame Abhängigkeit mehrerer Größen über Dateninhaber hinweg sein; ob das einen Vorteil bringt, prüft das Vorhaben gegen einfache Vergleichsverfahren.

Müssen wir Rohdaten herausgeben?

Nach der geplanten Architektur nicht. Rohdaten bleiben beim Dateninhaber; weitergegeben werden nur freigegebene Teilprofile, über deren Freigabe der Dateninhaber entscheidet. Auch Rohdaten, die zum Vergleich aufgezeichnet werden, bleiben in der Vertrauenszone ihres Inhabers.

Sind die verdichteten Daten anonym?

Nicht automatisch. Auch aggregierte Statistiken können verraten, ob ein Einzelner beteiligt ist (Homer et al., 2008), und schon die Statistik eines Bremspedalsignals kann Fahrer erkennbar machen (Enev et al., 2016). Das Vorhaben behandelt die Datensätze deshalb als pseudonyme Daten und prüft vor jeder Freigabe mit Angriffstests, ob sie Rückschlüsse zulassen. Wie sich Flottenmodelle mehrerer Dateninhaber geschützt zusammenführen lassen, ist Forschungsgegenstand.

Wem gehören die Ergebnisse?

Nach den Vorgaben des Fördergebers gehören Ergebnisse dem Zuwendungsempfänger, bei dem sie entstehen. Verbundpartner räumen einander für die Projektarbeit unentgeltliche Nutzungsrechte ein; eine Nutzung über das Projekt hinaus wird zu marktüblichen Bedingungen vereinbart. Kernbausteine sollen offen veröffentlicht werden, mit Rechten, Lizenz und Pflege je Ergebnis. Wie assoziierte Partner Ergebnisse nutzen, klären wir im Fachgespräch.

Was passiert, wenn die KI keinen Vorteil bringt?

Dann bleibt das einfachere Verfahren, und der Befund wird berichtet. Jede Forschungsfrage hat eine vorab festgelegte Rückfallebene: Ohne Gewinn des Netzes rechnen die Werkzeuge mit einem einfachen Parametervektor, ohne Gewinn der ganzen Kette bleibt der heutige Ablauf.

Bindet uns ein Gespräch oder eine Absichtserklärung?

Das Fachgespräch ist keine Zusage. Eine Absichtserklärung dokumentiert Ihr Interesse für den Antrag. Vor der Förderentscheidung schließen die Verbundpartner eine grundsätzliche Übereinkunft über ihre Zusammenarbeit; die Pflichten im Projekt regeln Zuwendungsbescheid und Kooperationsvereinbarung.

Muss ich mich jetzt beteiligen, um die Ergebnisse zu nutzen?

Nach dem Plan des Vorhabens nicht: Seine Kernergebnisse sollen offen nutzbar werden. Eine Beteiligung lohnt sich, wenn Sie eine eigene Auslegungs- oder Testentscheidung einbringen, eigene Daten oder Prüfstände nutzen oder Ihre Werkzeuge an das Profil anbinden wollen. Dann wird das Vorhaben an Ihrer Entscheidung gemessen.

Was passiert, wenn das Vorhaben nicht gefördert wird?

Dann entstehen aus der Absichtserklärung keine Pflichten, und den Aufwand bis dahin trägt jede Organisation selbst. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Ob es eine weitere Einreichungsrunde gibt, ist nicht bekannt.

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Ein Fachgespräch dauert etwa 45 Minuten. Wir klären, welche Auslegungs- oder Testentscheidung in Ihrem Haus zählt und welche Form der Beteiligung zu Ihnen passt.

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Philip Döbler
Philip Döbler
Wissenschaftlicher Mitarbeiter · Ansprechperson für Unternehmen
Hochschule Esslingen, Fakultät Mobilität und Technik
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